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Ario de Rosales | Carácuaro | Erongarícuaro | Inseln im Pátzcuaro-See | La Huacana | Pátzcuaro
Santa Clara del Cobre y Zirahuen | Quiroga | Tacámbaro | Tzintzuntzan | Zacapu

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53 Kilometer von Morelia

In vorspanischer Zeit war Pátzcuaro ein bedeutendes Zeremonialzentrum der Purépecha. Der spanische Bischof Don Vasco de Quiroga ließ kurz nach seiner Ankunft das Bistum von Tzintzuntzan nach Pátzcuaro verlegen, das er zugleich zur Hauptstadt von Michoacán (1539-1580) machte. Pátzcuaro ist eines der schönsten typischen Städtchen des kolonialen Amerika. Seine herrlichen Bauten aus Adobesteinen mit Ziegeldächern, seine monumentalen Kirchen und die spektakuläre Plaza Vasco de Quiroga machen es heute zu einem der wichtigsten Touristenzentren der Republik Mexiko.

An den Ufern des Pátzcuaro-Sees und auf seinen Inseln wohnen Indígenas, die einen großen Teil uralter Bräuche und Traditionen bewahren. Weltweit bekannt sind die Fischer mit ihren Netzen in der Form eines Schmetterlings. Sie nutzen diese zum Teil noch immer, um den köstlichen Pescado Blanco, den Weißfisch, zu fangen, der allerdings vom Aussterben bedroht ist.

Feste und Feiertage
Osterwoche, Nacht der Toten, Fiesta der Virgen de la Salud (Fest der Jungfrau der Gesundheit)

Meereshöhe: 2140 Meter
Temperatur: Maximum 23 °C, Minimal 9 °C

Folklore: Danza de los Viejitos y Danza del Pescado (Tanz der kleinen alten Männer und Tanz des Fisches)

Kunsthandwerk: Lack, Figuren aus Maisrohrpaste, Textilien (gewebte Decken), Möbel

Gastronomie: Sopa Tarasca, Pescado blanco, Enchiladas und Corundas

Touristenservice
Hotels, Bed & Breakfast, Restaurants aller Kategorien
Bungalows kann man auf der Insel Yunuén mieten.

Empfohlene Sehenswürdigkeiten:

  • Plaza Vasco de Quiroga (Vasco de Quiroga-Platz)
  • Museo de Artes Populares.(Museum der Volkskunst)
  • El Sagrario (Kirche)
  • La Compañía (Ex-Kolleg der Jesuiten)
  • Die Basilika
  • Plaza Gertrudis Bocanegra
  • Biblioteca Pública (Bibliothek)
  • Mercado (Markt)
  • El Santuario (Kirche)
  • El "Hospitalito"
  • San Francisco (Kirche)
  • Plazuela San Francisco ("kleiner Platz")
  • San Juan de Dios (Kirche)
  • La Casa de los Once Patios (Haus der elf Innenhöfe)
  • Huitziméngari-Palast
  • Tupátaro: Schöne Kapelle aus dem 16. Jahrhundert
    12 km. von Pátzcuaro
  • Cuanajo: Kunsthandwerkszentrum
    (Möbel aus Holz und Textilien)
    15 km. von Pátzcuaro
  • Kapelle von Tupátaro
  • Ecke an der Plaza Vasco de Quiroga

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Sehenswürdigkeiten der Stadt Pátzcuaro

1.- Basilika Unserer Heiligen Frau der Gesundheit
Die Besonderheit der bedeutendsten Kirche von Pátzcuaro besteht darin, dass sie sich nicht im Zentrum der Stadt, in der Nähe der zivilen Macht befindet, wie es in fast allen Städten der Fall ist, die am Anfang der Kolonialzeit geplant wurden. Sie wurde auf Befehl des ersten Bischofs von Michoacán, Don Vasco de Quiroga, auf den Überresten eines präspanischen Zeremonialzentrums gebaut, was zugleich eine religiöse Transformation bedeutete. Sie war Kathedrale, also Bischofskirche bis 1580, als man entschied, den Bischofssitz nach Valladolid (Morelia) zu verlegen. 1924 wurde sie zur Basilika geweiht. Das Gebäude, das wir heute bewundern, ist das Ergebnis verschiedener Rekonstruktionen. Die Fassade ist einfach und nur mit wenigen Ornamenten geschmückt. Im Innern bewahrt sie die Figur der Virgen de la Salud, der Schutzpatronin der Region. Dabei handelt es sich um ein schönes Abbild aus dem 16. Jh., modelliert aus pasta de caña de maiz (Maisrohrpaste). Viele Pilger kommen zu ihrer Anbetung und erbitten Heilung von Krankheiten. Die Überreste von Don Vasco de Quiroga ruhen an diesem Ort

Prachtbauten an der Plaza Vasco de Quiroga

2.- Museum für Volkskunst und Kunsthandwerk
Im 16. Jahrhundert residierte hier das Kolleg von San Nicolás, das Don Vasco de Quiroga gegründet hatte mit dem Ziel, junge Spanier auf den Priesterberuf vorzubereiten und gleichzeitig den Indígenas Lesen, Schreiben und ein Handwerk beizubringen.
Das Museum ist das erste seiner Art in ganz Mexiko. Es besitzt u.a. eine der besten Sammlungen von Lackarbeiten in verschiedenen Techniken wie "Maque" und "Peribanas", wahre Juwelen des Kunsthandwerks. Außergewöhnlich ist der Fußboden aus Tierknochen und glatten Steinen.

3.- Kirche und Kolleg der Gemeinschaft Jesu
In diesem Gebäude lebten die Mitglieder der Gemeinschaft Jesu. Vasco de Quiroga hatte sich bemüht, sie in die Diözese von Michoacán zu holen, da ihm ihr hohes Ansehen auf dem Gebiet der Erziehung bekannt war.
Das Gebäude stammt aus dem 17, Jahrhundert, es hat einen schönen Innenhof und weite Räume, die eine Atmosphäre der Ruhe ausstrahlen. Von der Uhr am Kirchturm erzählt eine Legende, dass sie aus Spanien verbannt wurde, weil sie eine unheilvolle Stunde für eine spanischen Monarchen angezeigt hätte. Heute beherbergt das ehemalige Kolleg das Kulturhaus.
Tempel der Gemeinschaft Jesu


4.- El Sagrario (Sanktuarium)
1693 begannen an diesem Gebäude die Arbeiten, die genau 200 Jahre später beendet wurden .In den langen Jahren wurden ganz unterschiedliche dekorative Elemente angebracht, die noch heute zu bewundern sind. Bis 1924 beherbergte dieses Gebäude den Schrein der Heiligen Frau der Gesundheit (Nuestra Señora de la Salud)


Das kleine Krankenhaus (El Hospitalito)

5.- Haus der elf Innenhöfe
(Ex-Konvent der Dominikanerinnen der Heiligen Katharina)
Mitte des 18. Jahrhunderts ließen sich in dem 1742 errichteten Gebäudekomplex Dominikanerinnen nieder. Das Ensemble von Kolonialgebäuden ist durch mehrere Höfe verbunden, die ihm den Namen gaben. Heute wird in den einzelnen Räumen eine große Vielfalt regionaler Volkskunst ausgestellt und verkauft. Der Ort ist auch deshalb besonders interessant, weil man in den Weber- und Lackwerkstätten beobachten kann, wie die Künstler und Handwerker ihre Könnerschaft demonstrieren und wie sie ihre Phantasie umsetzen.


6.- Vasco de Quiroga-Platz
Einer der schönsten Plätze Amerikas ist eingerahmt von Gebäuden aus der Kolonialzeit. Seine Größe, die prachtvollen Herrenhäuser, die ihn umgeben, und die Abwesenheit von religiösen Bauten machen seine Einzigartigkeit aus.

Panoramablick auf den Vasco de Quiroga-Platz

Haus der elf Innenhöfe

Palast des Huitziméngari

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7.- Palast des Huitziméngari
Diese Residenz am Hauptplatz gehörte dem Prinzen Antonio de Huitziméngari, Sohn des letzten Herrschers der Purépecha, dem Cazonci (Gouverneur), und Patenkind des ersten spanischen Vizekönigs, Don Antonio de Mendoza. Die Fassade ist eher nüchtern, doch im Innern findet sich ein Patio voller Blumen, der von Bogengängen umgeben ist, unter denen indianische Kunsthandwerker ihre Waren ausstellen (und verkaufen).

8.- Brunnen des kleinen Stiers
Einer der typischen Brunnen von Pátzcuaro, der seine eigene volkstümliche Legende besitzt, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Man erzählt, dass an diesem Ort ein Reitpferd strauchelte, weil ihm ein Stier in die Quere kam. Die Autoritäten klagten den Brunnen an, sprachen ihn nach langen Verhandlungen schuldig am Tod des Reiters und ordneten seine Verlegung an.

9.- Gertrudis Bocanegra-Platz
Der ehemalige Platz San Agustín ist der zweitwichtigste in Pátzcuaro, man nennt ihn auch Plaza Chica, den kleinen Platz. Wegen seiner Nähe zum Markt für Artesanía und typische regionale Spezialitäten zieht er viele Besucher an. In seiner Mitte wurde eine Bronzeskulptur zu Ehren von Doña Getrudis Bocanegra aufgestellt, einer Heldin des Unabhängigkeitskampfs, geboren in Patzcuaro.

10.- Ehemaliges Augustiner-Kloster
1576 erbaut, beherbergt die gut erhaltene Kirche heute eine öffentliche Bibliothek. Die frühere Altarwand nimmt ein Wandgemälde von Juan O'Gorman ein, das Schlüsselszenen der Geschichte von Michoacán schildert. Eine wichtige Rolle spielen darauf Indígenas, Eroberer, Mönche und die Figur des Don Vasco de Quiroga, der versuchte, die Ideen der "Utopia" von Thomas Morus in den städtischen Krankenhäusern umzusetzen. Nebenan, wo sich vorher das Kloster befand, wurde 1936 das Theater Caltzontzin errichtet.

11.- Santuario de Guadalupe (Heiligtum der Guadalupe)
Die Kirche im neoklassischen Stil wurde Anfang des 19. Jhs. erbaut. Bemerkenswert sind vier von ursprünglich sieben Skulpturen, die Tugenden darstellen. Sie stehen auf Sockeln in der Fassade des Turmes und repräsentieren Nächstenliebe, Mäßigkeit, Tapferkeit und Glaube.

12.- El Hospitalito, das kleine Krankenhaus
Es gilt als ältestes Gotteshaus von Pátzcuaro, da die Franziskaner ihre Klöster erst nach den Krankenhäusern bauten. Das Renaissanceportal stammt aus dem 16. Jh., einige Altäre entstanden im 19. Jh. Am Hauptaltar kann man ein aus Holz geschnitztes und vergoldetes Antependium (Frontale) bewundern.


13.- Kirche San Francisco
Der Stil der Kirche ist eklektisch: Im Innern bewahrt sie eine Christusfigur aus "pasta de caña de maíz" (Maisrohrpaste), die im 16. Jahrhundert gefertigt wurde, und ein Ölgemälde, das zwei der für diesen Orden wichtigsten Vertreter darstellt, den Papst und den Hl. Franz von Asisi.. Die Tür zum Kreuzgang ist eine der schönsten Renaissancearbeiten, die in der Stadt existieren.

14.- Kleiner San Francisco Platz
Den friedlichen und hübschen Platz schmückt ein runder Brunnen in der Mitte. Auf der Westseite erinnert eine Büste an Doña Margarita Maza de Juárez, die Ehefrau von Benito Juárez, der den Beinamen "Benemérito de las Américas" (der Wohltäter der beiden Amerikas) trägt. Das Salazar-Portal an einer Seite ist ebenfalls bemerkenswert.. Wer Lust hat, herumzustöbern, dem sei ein Bummel über den attraktiven Töpfermarkt empfohlen, der an jedem Freitag Morgen hier stattfindet.

15.- Kirche und Krankenhaus San Juan de Dios
Die Kirche wurde Mitte des 17. Jahrhunderts. errichtet und 1841 im neoklassischen Stil restauriert. .Heute fallen vor allem die Bögen und eine "schwebende" Kuppel auf.. Sie beherbergt heute die Gemälde, die sich früher in der Sakristei der Kirche San Agustín befanden. Die Fassade des Hospitals gehört zu den herausragenden Werken des einfachen Barockstils.


16.- Brunnen San Miguel

Das Werk lässt an das Bild vom Erzengel als Beschützer denken. Vor langer Zeit, so wird erzählt, wurden die Frauen, die hier Wasser holten, vom Teufel beobachtet. Um ihn zu vertreiben, ließ Don Vasco de Quiroga die Figur des Heiligen Michael aufstellen. Im Lauf der Zeit wurde diese immer wieder wegen Verwitterung ersetzt.


17.- El Humilladero oder Die Christuskapelle
1553 gab Don Vasco de Quiroga die Skulptur eines gekreuzigten Christus in Auftrag, die das Kreuz und den Körper aus einem einzigen Steinblock bilden sollte. Der Ursprung des Namens "humilladero" hat mit dem Standort dieses Kreuzes zu tun, dem Reisende beim Betreten oder Verlassen der Stadt ihre Verehrung entgegen brachten. Der Zugang zu dieser alten Kapelle führt über eine Gasse, die von dicht belaubten Bäumen beschattet wird.


18.- El Calvario (Der Kalvarienberg)
Fray Marcos Ramírez del Prado ließ die Kapelle 1666 errichten. Sie erhebt sich an dem Ort,. an dem sich eine "yácata"-Pyramide befand, die die sterblichen Überreste des Königs Tariácuri enthielt.

Kapelle El Humilladero